Aktuelles /Schnelle Wiedereingliederung in Kita

 

Parallel zu unserer Petition an den Thüringer Landtag haben wir versucht, das Thema Inklusion bei Kindern mit Diabetes mellitus 1 in der Kita hier vor Ort in Jena mit den betreffenden Ämtern und Institutionen, Kassen etc. direkt anzupacken und ein Modellprojekt zu starten, um zu zeigen, dass es möglich ist, Kinder mit T 1 D von Anfang an in ihr soziales Umfeld zu integrieren. Dem Grundgedanken der Inklusion folgend sollen Kinder mit DM 1, wie alle anderen gesunden Kinder auch, einen Kindergarten besuchen. Übernimmt die Kita sämtliche Leistungen zur Betreuung des Kindes, ist aufgrund der uns vorliegenden Erhebungen mit einem erheblichen personellen Mehraufwand zu rechnen.

 

Nicht allein die Unterstützung bei rein medizinischen Maßnahmen, wie dem BZ-Messen und Insulin-Injizieren reichen aus, um ein Kind mit DM 1 zu versorgen. Das Kind benötigt darüber hinaus wesentlich mehr Aufmerksamkeit als ein gesundes Kind, muss während des gesamten Tagesablaufes genau beobachtet werden, ob es evtl. blass ist, bzw. Zeichen einer Unterzuckerung zeigt.

 

Diese o.g. Leistungen werden vom Kitapersonal erbracht. Der zeitliche Mehraufwand für ein Kind mit Diabetes in der Kita liegt bei etwa 3-4 Stunden pro Tag (Ermittlung aus den Erfahrungswerten). Diese Kosten sollten anteilig über Krankenkasse und Sozialhilfeträger finanziert werden. Oft jedoch wird jedoch der Streit über Zuständigkeiten auf dem Rücken der Familien ausgetragen.

 

Bis zum neuen Bundesteilhabegesetz, das genau diese Misstände regeln wird, was aber erst für das Jahr 2017 geplant ist, ist es noch einige Zeit hin. Wir konnten jedoch im Jahr 2014 mit den Leistungsträgern einen neuen Weg zur Finanzierung des Mehrbedarfs bei Kindern mit T 1 D in der Kita ausprobieren. 

 

Am 03.03.2015 haben wir nun einen neuerlichen Anlauf gemeinsam mit dem Bildungsministerium Thüringen unternommen, um für Kinder im Kita-Alter mit T-1-D eine praktikkable Lösung zu finden. In einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, des Sozialministeriums, des Städte- und des Landkreistages haben wir noch einmal auf die aktuell nicht zufriedenstellende Situation der T-1-D-Kinder in den Kitas aufmerksam gemacht. Wir werden in diesem Jahr dazu noch mehrere solche Runden bestreiten und bemühen uns daneben, dieses Problem auf Bundesebene zu heben, da es sich bei vielen der angegriffenen gesetztlichen Regelungen um Bundesrecht handelt.

 

Sollten Familien Fragen oder Probleme mit der Kitabetreuung ihres Kindes haben, zögern Sie nicht, uns darauf anzusprechen. Wir helfen bei der Skizzierung und Umsetzung von Lösungen für Ihr Kind!

 

Der Bundesrat hat nun angeregt, eine gesetzliche Klarstellung an das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) anzudocken. Das Gesetz könnte – wenn es alle Hürden meistert - im März 2017 in Kraft treten.

 

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/versorgungsforschung/article/930725/diabetes-schulkinder-brauchen-fachkraefte.html

 

 

 

 

Aktuelle Urteile zur Inklusion:

 

  • OVG Bremen, Beschluss vom 12.05.2009, S 3 B 10/09
OVG_Bremen_12.05.2009_-_S3_B_10_09_-_Per
Adobe Acrobat Dokument 124.8 KB
  • OVG Magdeburg , Beschluss vom 25.11.2013, 3 M 337/13
Aktuelles Urteil, Kind muss nicht in För
Microsoft Word Dokument 30.0 KB
  • SG Berlin, S 47 SO 2142/09 ER
Urteil.Eingliederungshilfe.S_47_SO_2142_
Adobe Acrobat Dokument 15.5 KB

 

Termine auf einen Blick

 

  • 24.08.2017, 19.00 Uhr, Elterngesprächsrunde mit psycholog. Unterstützung
  • 30.09.2017 Fit in der Schule, 10.00-15.30 Uhr

 

 

HURRA! Von der Aktion "Laufen mit Herz" bekommen wir eine Förderung i.H.v. 15.000 €!

 

 

Schaut mal rein- ganz tolles Video von unserem Pumpenträgertreffen!

 

https://youtu.be/jtgB2mdksJY

 

 

 

 

  Beratungsstelle

DZKJ Jena e.V.

  Schillerstraße 1

07745 Jena

Tel: 03641-355886

  Fax: 03641-357218 

Spenden

  KTO: 00 18 00 46 01

BLZ: 830 530 30

Sparkasse Saale Holzland 

 

DE53 8305 3030 0018 0046 01
BIC-/SWIFT-Code: HELADEF1JEN
Unterstützung bei Schulengel
Unterstützung bei Schulengel